Die Wasserglasmethode

In der Vergangenheit konnte weder die Wissenschaft noch die gängige mathematische Grundschulpraxis Kindern mit Rechenschwäche wirksam helfen. Im Gegenteil mit der Abzählbarkeit der verwendeten Materialien wird die Rechenschwäche des Kindes noch eher gefördert.

In vielen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die mathematischen Inhalte nur auswendig gelernt werden und nicht dazu beitragen, die Entwicklung des kardinalen und relationalen Zahlbegriffs, die zu den mathematischen logischen Grundfähigkeiten gehört, zu fördern.

Mit der Wasserglasmethode® hat Dipl. Psychologin Frau Angelika Schlotmann ein Rechenmaterial entwickelt, das nicht abzählbar ist und durch Schütten mit farbigem Wasser zu einem intuitiven Mengenverständnis führt. So kann das Kind das kardinale und relationale Zahlprinzip entdecken und verinnerlichen.

Konkret kann man sich die Wasserglasmethode® wie folgt vorstellen: Ein zylindrisches Wasserglas wird randvoll geschüttet. Es sind 10 Schlucke darin. Das Kind schätzt zunächst durch die Füllhöhe die restlichen Zahlen von 1 bis 9 ab und entdeckt später die 1 als mathematischen „ Zauberschluck“. Durch Forschen, Handeln und Beobachten kann das Kind nun alle anderen Zahlen exakt herstellen, da alle Schlucke gleich groß sind.

Die Null – eine der wichtigsten Zahlen- kann sehr einfach als leeres Glas dargestellt werden. Dies ist mit anderen mathematischen Materialien nicht erfahrbar. Durch das Schütten, das spielerische Experimentieren mit den „Zauberschlucken“ wird das relationale Zahlprinzip, auf dem sich alle mathematischen Operationen gründen, entdeckt.

Alle Rechenoperationen können mit der Wasserglasmethode® durchgeführt werden. Von der Vorschule bis zum Abitur braucht das Therapiematerial nicht gewechselt zu werden. Nach 10-jähriger Erfahrung, gestützt auf diagnostische Untersuchungen und Retest, kann Frau Schlotmann belegen, dass tatsächlich schwerste Rechenschwäche mit der Wasserglasmethode® behoben werden konnten. Demnächst wird die Dissertation von Frau Lambert über die Erfolge der Wasserglasmethode veröffentlicht.